6. Treffen 2022 – Eltville/Rhein
Treffen der Ehemaligen der 20./TSLw 2 vom 11. November bis 13. November 2022 in Eltville am Rhein; Erlebnisbericht
In diesem Spätherbst fand endlich das eigentlich für 2019/2020 geplante 6. Treffen der Ehemaligen der 20. Kompanie der TSLw2 statt. Im geplanten Zeitraum hatte uns dann ein kleiner Virus Namens Corona mit großen Auswirkungen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Dieser hatte nichts mit der gleichnamigen Hopfenkaltschale zu tun, legte jedoch auch viele Infizierte flach, so dass unter anderem auch gesellige Veranstaltungen auf Hinweise und Verordnungen eines gewissen Karl L. ersatzlos gestrichen wurden.
Nach Lockerung der einschränkenden Maßnahmen konnte somit in diesem Jahr endlich das 6. Treffen veranstaltet werden. Da bei den letztmaligen Treffen die örtlichen Unterkünfte beschränkt zur Verfügung standen und die Lage der Hotels und Gaststätten im Wittgensteiner Land rund um Erndtebrück unsicher war, wurde ein Angebot unseres Kameraden Eckhard Rimkus favorisiert, der aufgrund seiner früheren beruflichen Tätigkeit „Zugriff“ auf das Tagungszentrum der Bundesbank in Eltville am Rhein hatte. Dank seiner Initiative erklärte sich die dortige Administration bereit, vorbildlich erzogene Veteranen der Luftwaffe in ihr „Heim“ aufzunehmen, wohlwissend, dass die Tagungsstätte nicht eingenordet hinterlassen wird.
Wir fanden dann am Freitag, den 11.11. eine überdurchschnittlich schöne und komfortable Unterkunft mit angenehmen Aufenthaltsbereichen vor. Ein umfangreiches Frühstücksbuffet rundete den dortigen Aufenthalt ab. Wir waren alle positiv überrascht. Wir möchten hiermit der Bundesbank ausdrücklich für ihre Gastfreundschaft danken!
Ab 14:00 Uhr „Alpha“ Zeit stellte sich dann heraus,wer „Alle“ waren. Neben den Organisatoren Ecki und Stöcksche, sickerten der „Erfinder“ HeWi, der Beherrscher der Lüfte, Manni, unser Lehrkörper Andreas, unser Witz(e)bold Wolfgang, der Paul aus dem Südmünsterland und meine Wenigkeit vom Niederrhein am kurzfristig okkupierten Stammtisch ein.
Da er schon lange von einer richtigen Adventure Tour außerhalb des Elberndorfer Tals träumte, stürzte sich Bernd aus dem hohen Norden kommend in die Fänge der DB und wurde nicht enttäuscht.
Erst im Laufe des Abends stieß er dann mit seinem Köfferchen am langen Arm zur Truppe.
Mit dem von Hewi gefertigten schönen Tagungswimpel wurde klargemacht, wer die Besitzrechte an dem schönen Tisch an den folgenden Tagen hatte. Unser Unterhaltungsoffizier Wolfgang Sch. stellte für diese Zeremonie einen Karton mit Leckerchen zum „Antrinken“ zur Verfügung.
Leider mussten einige Kameraden, die im Vorfeld ihre Teilnahme zugesagt hatten, aus persönlichen, familiären und gesundheitlichen Gründen ihre Teilnahme absagen. Wir haben euch sehr vermisst und wünschen euch alles Gute und gute Besserung.
In den ersten Stunden der Zusammenkunft erfolgte naturgemäß erst mal der Austausch von Neuigkeiten, das Vertellen von Dönekes und Erinnerungen.
Die beste Nachricht war, dass alle Anwesenden die Coronazeit bisher schadlos überstanden haben. Für uns als ehemaligen Soldaten waren natürlich die derzeitigen Ereignisse in der Ukraine und der damit gefährdete Frieden in der Welt ein Gesprächsthema; ebenso die zukünftige Entwicklung der Bundeswehr.
Mit der aufkommenden Dämmerung stellte sich auch ein gewisser Kaffeedurst und eine gewisse Unterzuckerung aufgrund mangelnder Kuchenauswahl ein, so dass im geruhsamen Flieger-Eilmarsch der Ortskern von Eltville auf der Suche nach entsprechenden Lokalitäten erfolgreich eingenommen wurde.
Gewisse Gefahrenbereiche mit angeordneten stimmungsdämpfenden Vorgaben wurden hierbei bewusst umgangen, um die positiven Strömungen der Teilnehmer in unmittelbarer Rheinnähe nicht zu gefährden.
Nachdem der Kaffee- und Kakaobedarf gestillt war, folgte die erste Prüfung des Tages, nämlich eine sensorische Überprüfung des Wein- und sonstigen Getränkebestandes sowie der angebotenen Speisen in der Weinstube „Zur Weinpump“.
Zwei Teilnehmer der Gruppe nahmen die Degustation (das Prüfen, Probieren, Kosten von Lebensmitteln in Bezug auf Geruch und Geschmack) der vorhandenen Weine sehr ernst und ließen sich es nicht nehmen, diese angebotenen Getränke auf der Weinkarte von oben nach unten durchzuprobieren.
Anmerkung: In der Bewertung nahmen die Rotweine im Laufe des Abends eine gewisse Favoritenrolle ein.
Zwei weitere Mitglieder der Gruppe saßen sprichwörtlich zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite die Kameraden des Ehemaligentreffs, auf der anderen Seite zwei Zivilist*innen, die Gesprächsbedarf bezüglich der von unserem Unterhaltungsoffizier Wolfgang Sch. beim örtlichen TEDI-Markt eroberten Kopfbedeckung hatten.
Beide Damen wurden liebevoll betreut und über die Erprobung der Neuanschaffung von Uniformteilen im Rahmen des Sondervermögens für die Bundeswehr aufgeklärt. Es zeigte sich die Notwendigkeit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit, um Verständnis für die Modernisierung der Bundeswehr bei der Zivilbevölkerung zu wecken.
Nach dem Rückmarsch zur Unterkunft durch eine nebelschwangere Nacht, erfolgte die nächste Prüfung für die Teilnehmer.
Diese hatten nach Rückkehr in voller Stärke wiederum im Rahmen von sensorischen Prüfungen festzustellen, ob die von Teilnehmern mitgebrachten regionalen Brauerzeugnisse das Reinheitsgebot von 1516 erfüllen.
Die Prüfung führte zu durchweg positiven Ergebnissen. So war klar, dass die Erzeugnisse auch am Folgeabend würden problemlos weiter verköstigt werden können.
Nach einer kurzen Nacht traf sich die Truppe morgens zum gemeinsamen Frühstück. Wieder war festzustellen, dass im gesamten Bundesgebiet die Sonne von einem strahlendblauen Himmel schien, während im Rheingau die Nebelschwaden über das Land waberten. Es war interessant, die Rheinschifffahrt zu hören, jedoch nicht zu sehen.
Der Stimmung tat das keinen Abbruch, zumal unser Fröhlichkeitskoordinator Wolfgang Sch. (der mit der TEDI Tüte), aus seinem reichhaltigen Witzefundus vieles zum Besten gab (nur für Insider: Ockla Uckla).
Der Dienstplan sah dann für die erste Hälfte des Tages einen Mot-Marsch durch den Mot-Trup zum Kloster Eberbach und dessen Besuch vor.
(Aufbruchstimmung)
Obwohl das Kloster oberhalb des Rheins in Eltville liegt, zogen die Nebelschwaden auch bis dorthin, so dass uns leider die Fernsicht über das Rheintal verwehrt blieb.
Die Mordkloake aus dem Film.
Das Kloster, auch bekannt durch den Film „Im Namen der Rose“, (die Mordkloake aus dem Film), bot stattdessen neben seinen beeindruckenden Mauern und Gebäuden eine interessante Kunstausstellung an.
Hier durften auch große Jungs ihren Spieltrieb auskosten.
Das Kloster ist eine große romanische und gotische Abtei, die 1803 entweiht wurde und sich jetzt dem Weinanbau und Events widmet. Dazu gehört auch die sogenannte Schatzkammer mit der Flaschenlagerung und eine Vinothek.
Nach der Besichtigung des Klosters teilte sich die Gruppe in die „Laufwilligen“ und die „Fahrwilligen“. Gemeinsames Ziel war die Weingau Vinothek in Rauenthal. Hier erfolgte laut Dienstplan die Überprüfung der Weinvorräte, endete jedoch wieder zufällig in einer sensorischen Prüfung im Rahmen einer Verkostung der im Weingut hergestellten Weine. Unterstützt wurde die Probe durch Weine aus einem weiteren Weingut im Rheingau. Zur Neutralisation zwischen den angebotenen Weinen waren Schieferplatten mit Produkten eines heimischen Metzgers befüllt.
Durch die Mot- und Fußmärsche geschwächt waren die Platten durch die Teilnehmer so schnell geleert, so dass sich der Winzer entschloss von der üblichen Reihenfolge einer Weinprobe abzuweichen und zum herzhaften Mahl erst mal die Rotweine vorstellte. Das war ungewöhnlich, aber trotzdem lecker. Für die Unterhaltung zwischen den Gängen sorgte natürlich wieder unser TEDI-Mann aus seinem reichhaltigen Repertoire.
Zurück zur Unterkunft ging es per Nebel-Safety-Car mit unserem HeWi als Fahrer. Dank dafür.
Der anstrengende und ereignisreiche Tag forderte nun seinen Tribut.
Stichwort: H U N G E R
Folge: Abmarsch zur Pizzeria
Ergebnis: „Sauleckeres“ Essen in einer, wörtlich, vor einigen Tagen mit einer Urkunde ausgezeichneten Pizzeria mit einem exzellenten und zuvorkommenden Wirt.
Nach der Rückkehr in der Unterkunft erfolgte die Abschlussbesprechung unter Hinzuziehung der am Vorabend getesteten Brauereierzeugnisse aus den jeweiligen Wohnregionen der Teilnehmer.
Am Sonntagvormittag, nach einem guten Frühstück, fanden sich die Teilnehmer zur obligatorischen Abschlussbesprechung am Stammtisch ein. Ergebnis: Es war ein sehr schönes und interessantes Wochenende. Vielen Dank an die Organisatoren, insbesondere Dank an Ecki für die Vermittlung der Tagungsstätte. Nochmals Danke an die Bundesbank. Dank an unseren TEDI-Mann für seine blendende Unterhaltung, Stichwort: „Ich hab noch einen………“.
In zwei Jahren ist wieder ein Jubiläums Ehemaligentreffen beabsichtigt.
Tschöö, bis zum übernächsten Jahr.
PS: mit der Abfahrt setzte sich die Sonne durch und der Nebel verschwand. Manno!!!
Wer seinen Einblick in das Treffen vertiefen möchte,…
