7. Treffen 2023 – Meiningen/Thüringen

Wie die Zeit vergeht, oder, wie schnell ist ein knappes Jahr um

Nachdem das letzte Treffen in Eltville am Rhein bei den teilnehmenden Kameraden neben teils benebelten (wetterbedingt), auch schöne, klare und positive Eindrücke hinterlassen hatte, erfolgten schon kurze Zeit später die ersten gedanklichen Planungen für ein weiteres Treffen.

Der neue „Tagungsort“ wurde nach folgenden Kriterien ermittelt:

Neben einem Hotel, welches eine größere Anzahl von Teilnehmern beherbergen kann, eine, besser noch mehrere Restaurationen, welche diese Teilnehmeranzahl mittels sensorischer Prüfungen „versorgen“ kann, eine umliegende schöne Landschaft und interessante, wenn möglich mit militärischem Hintergrund oder mit zeitgeschichtlichem Bezug zu besuchende POI’s in der näheren Umgebung.

Da eine nicht unerhebliche Anzahl von männlichen Personen in der Jugendzeit davon geträumt haben, Lokführer zu werden, war der Veranstaltungsort schnell gefunden: Meinigen 

Unsere diesjährigen Teilnehmer

Helmut Becker, Michael Brunnenmeier, Peter Brunotte, Manfred Claes, Klaus Eierhoff, Dieter Esslinger, Michael Gent, Kristian Hoffmann, Hermann-Josef Hoyng, Heinz-Wilhelm Jankord, Andreas Kupka, Bernhard Maier, Bernd Malkowski, Hans-Werner Niesen, Johannes Pegel, Hans-Werner Pein, Klaus Pfeifer, Eckhard Rimkus, Erwin Ruprecht, Wolfgang Schulenburg, Manfred Sehl, Martin Sonn, Wolfgang Stock, Werner Supp, Ulrich Weber, Claus Windisch und Paul Witte

Ein schönes Städtchen in der thüringischen Rhön mit dem Schloss Elisabethenburg und seiner Schloss-Stube, einem Staatstheater und einem Dampflokwerk sowie die Nähe zur ehemaligen innerdeutschen Grenze mit mehreren Informationsmöglich-keiten. Als sich dann herauskristallisierte, dass mit der Fronveste ein ehemaliges Gefängnis als Unterkunft dienen konnte, war die Entscheidung für diesen Ort perfekt.
Wie sich in der Folge herausstellte, war eine beträchtliche Anzahl von Ehemaligen an einem Knastaufenthalt sowie Militärgeschichte an der innerdeutschen Grenze interessiert. Auch waren die Interessen der sogenannten Pufferküsser im Dampflokwerk gewahrt, so dass hier auch manche Jugendträume Erfüllung finden konnten.
Nach nicht mal zwölf beendeten Monaten „after Eltville“ konnte durch das ORGA-Team wieder ein weiteres Treffen, nämlich das Siebte, auf die Beine gestellt werden. Das die Auswahl des „Tagungsortes“ eine gute Wahl war, zeigte sich an der Anzahl der sich meldenden und teilnehmenden Kameraden.

Ein schönes Städtchen in der thüringischen Rhön mit dem Schloss Elisabethenburg und seiner Schloss-Stube, einem Staatstheater und einem Dampflokwerk sowie die
Nähe zur ehemaligen innerdeutschen Grenze mit mehreren Informationsmöglichkeiten. Als sich dann herauskristallisierte, dass mit der Fronveste ein ehemaliges Gefängnis als Unterkunft dienen konnte, war die Entscheidung für diesen Ort perfekt. Wie sich in der Folge herausstellte, war eine beträchtliche Anzahl von Ehemaligen an
einem Knastaufenthalt sowie Militärgeschichte an der innerdeutschen Grenze interessiert. Auch waren die Interessen der sogenannten Pufferküsser im
Dampflokwerk gewahrt, so dass hier auch manche Jugendträume Erfüllung finden konnten.

Nach nicht mal zwölf beendeten Monaten „after Eltville“ konnte durch das ORGA- Team wieder ein weiteres Treffen, nämlich das Siebte, auf die Beine gestellt werden.
Das die Auswahl des „Tagungsortes“ eine gute Wahl war, zeigte sich an der Anzahl der sich meldenden und teilnehmenden Kameraden.

Aus verschiedenen Gründen konnten aber auch viele Interessierte an diesem Treffen
nicht teilnehmen. Den Kameraden, die aus gesundheitlichen Gründen verhindert
waren, wünschen wir auf diesem Wege gute Besserung. Wir hoffen, dass wir euch
auf den kommenden Treffen begrüßen bzw. wieder begrüßen können.

Ein großes „Hallo“ galt den sogenannten Frischlingen, die bei den vorherigen Treffen
nicht teilgenommen hatten und die wir erstmalig in der Runde begrüßen konnten.
Helmut Becker, Peter Brunotte, Dieter Esslinger, Johannes Pegel, Hans-Werner
Pein, Klaus Pfeifer (nicht auf dem Foto), Martin Sonn, Ulrich Weber und Claus
Windisch.

Ein notwendiger Zwischenruf

In diesem Zusammenhang möchte ich bzw. sollten wir unserem Kameraden, Organisator und Förderer der Treffen, Heinz-Wilhelm Jankord danken, der in unermüdlicher Kleinarbeit, mit erheblichem zeitlichem und materiellem Aufwand sowie einem ausgeprägtem Jagdinstinkt ehemalige Kameraden aufspürte und für die Gruppe der Ehemaligen „vereinnahmte“. Nicht zu vergessen ist sein Aufwand für die von ihm erstellte und betreute Internetseite, die uns als Treffpunkt des Zusammenhalts und -findens dient.
Durch seine intensiven Nachforschungen konnten wir bei diesem Treffen auch bisher „verschollene“ Kameraden begrüßen. So hatte er unseren Kameraden Helmut Becker kurz vor dem Treffen „aufgetan“, der durch eine Namensänderung nicht so leicht zu finden war. Ihn konnten wir dadurch beim Treffen auch begrüßen. Sehr schön, dass er so kurzfristig seine Teilnahme an dem Treffen zugesagt hat.
Einen Tag vor dem Treffen hatte sich die intensive Ermittlungsarbeit von Heinz-Wilhelm auch bei unserem Dieter Ernst bezahlt gemacht. Ihn hatte er sogar bis ins Krankenhaus verfolgt und dort „gestellt“. Für Dieter ist es auch eine große Freude, dass er zum Kreis der Ehemaligen dazu gestoßen ist. Heinz-Wilhelm ließ es sich auch nicht nehmen, auf der Rückfahrt bei Dieter vorbei zu schauen und ihm unsere besten Genesungswünsche persönlich zu überbringen. Er ist schon ganz „heiß“ drauf, beim nächsten Treffen zu erscheinen.
Mein und ich setze voraus, unser aller Dank gilt übrigens auch dem ORGA-Team für die perfekte Vorbereitung und Durchführung des Treffens.

Ablauf

Bis Mitte der Kalenderwoche hatte der Wetterdienst betrübliche Nachrichten für uns. Drei mögliche Szenarien waren erstellt worden; die negativste Vorhersage sprach von Schnee in den Mittelgebirgen mit Schneehöhen von bis zu 10 cm, Stürmen und tiefen Temperaturen. Diese Meldungen relativierten sich jedoch bis zum Wochenende, so dass wir jetzt bis einschließlich Samstag „nur“mit einem ausgedehnten Regengebiet zu rechnen hatten.
Aber, wenn Engel reisen!!!
Regen und Nebel hatten uns auf der Hinfahrt zum Teil unterhalten. Bei Warten am vereinbarten Treffpunkt, dem Parkplatz an der Landsberger Straße ging im wahrsten Sinne des Wortes die Sonne auf. Um das Lieblingswort von Wolfgang Stock zu benutzen; es tat sich die Wolkendecke auf und die Wolken dislozierten sich in oder hinter die umliegenden Berge. Bei dem einen oder anderen kleinen Regenschauer hielten wir uns immer in geschlossenen oder überdachten Räumen auf, so dass mitgeführte Regenschirme ein überflüssiges Accessoire waren.

Unser Hotel Fronveste

Ein Knast-Erlebnis mal ganz anders …
In der Nähe des Töpfemarktes, dem ältesten Stadtgebiet Meiningens gelegen, befindet sich in den historischen Gemäuern das Hotel. Als Zimmer dienen die ehemaligen Zellen.
Über den Dächern von Meiningen befindet sich auf dem Hotelgebäude ein großer Bankettsaal mit herrlichem Ausblick von der Terrasse auf die Stadt. Hier wurde uns das Frühstück serviert. Nach Abschluss des Besuchsprogramms diente uns der Saal in den Abendstunden (in Einzelfällen auch länger 😊) als Treffpunkt zur Verköstigung der dort angebotenen Getränke.
Über den Dächern von Meiningen befindet sich auf dem Hotelgebäude ein großer Bankettsaal mit herrlichem Ausblick von der Terrasse auf die Stadt. Hier wurde uns das Frühstück serviert. Nach Abschluss des Besuchsprogramms diente uns der Saal in den Abendstunden (in Einzelfällen auch länger 😊) als Treffpunkt zur Verköstigung der dort angebotenen Getränke.
Um beim gemeinsamen Essen am Abend einen zügigen Ablauf des Auftischens der Speisen durch das Gaststättenpersonals zu gewährleisten, waren wir im Vorfeld gebeten worden, unseren Essenswunsch nach dort anzumelden. Koordinator für die Bestellung war unser Kamerad Manfred Sehl.
Als hätte er geahnt, dass er in dieser Angelegenheit mit älteren Herren, die offensichtlich zum Teil unter dem Verlust des Langzeitgedächtnisses leiden 😉, zu tun hat, erstellte er eine vollständige schriftlich Übersicht über die Bestellungen, vorsichtshalber noch mit Einzelübersichten über die in der Vergangenheit bestellten Speisen. Die Notwendigkeit dieser Vorbereitung machte sich bezahlt, da Manfred einen regen Gesprächskontakt mit vielen Kameraden hatte. Das Gespräch begann in der Regel mit der Frage:“Manni, was hatte ich nochmal bestellt?“ Für manchen war seine vorhergehende Bestellung auch eine Überraschung, da er nicht mehr wusste, was er bestellt hatte 😉. Letztendlich bekam dann doch ein jeder, was er bestellt hatte. Eine „gefräßige Ruhe“ machte sich um die Tische breit 😊😊😊.

(Anmerkung: Die Person links ist nicht Herr Steinmeier, auch wenn Haarschnitt, -farbe und die Brille identisch sind 😊. Der Herr Bundespräsident war schon am Vortag in Meiningen)

Der erste Abend wurde dann in gemütlicher Runde im Bankettsaal des Hotels verbracht. Hier wurden Erinnerungen ausgetauscht und mit Fotos alte Erinnerungen aufgefrischt. Die meistgesprochene Frage an dem Abend: “Wie hieß der noch mal?“
Für das leibliche Wohl dienten u.a. die örtlichen Brauereierzeugnisse. Vielen Dank der netten Dame hinter der Theke, die aufpasste, dass das Getränkeangebot nicht zur Neige ging.
Der Samstagmorgen begann erst einmal mit einem gemeinsamen Frühstück, zu dem die Teilnehmer nach und nach eintrudelten.
Eine nette Episode ergab sich beim Frühstück am Rande, Thema: wie klein ist die Welt.
Als Andreas Kupka den Bankettsaal zum Frühstücken betrat, wurde er auf eine weibliche Person an einem unserer Nebentische aufmerksam. „Die Frau kommt mir irgendwie bekannt vor“. Dann dämmerte es ihm. Es war seine ehemalige Schülerin von der 8. bis zur 10. Klasse. Sie spielt ein Instrument und ist derzeit in einem Orchester am Kulturhaus in Gotha tätig. In diesen Tagen ist sie zur musikalischen Unterstützung für die Oper „DIE HOCHZEIT DES FIGARO“ im Staatstheater in Meinigen tätig. Während ihres Aufenthaltes ist sie im Hotel Fronveste eingekehrt. Es ergab sich eine herzliche Begrüßung, denn man hatte sich lange nicht mehr gesehen.
Durch den Kameraden Wolfgang Stock erfolgte dann die Befehlsausgabe für das Tagesprogramm. Im lockeren Verband erfolgte dann der Abmarsch Richtung Dampflokwerk Meinigen.
Hierbei konnten auch die schönen Ecken von Meinigen angesehen werden
Eine nette Episode ergab sich beim Frühstück am Rande, Thema: wie klein ist die Welt.
Als Andreas Kupka den Bankettsaal zum Frühstücken betrat, wurde er auf eine weibliche Person an einem unserer Nebentische aufmerksam. „Die Frau kommt mir irgendwie bekannt vor“. Dann dämmerte es ihm. Es war seine ehemalige Schülerin von der 8. bis zur 10. Klasse. Sie spielt ein Instrument und ist derzeit in einem Orchester am Kulturhaus in Gotha tätig. In diesen Tagen ist sie zur musikalischen Unterstützung für die Oper „DIE HOCHZEIT DES FIGARO“ im Staatstheater in Meinigen tätig. Während ihres Aufenthaltes ist sie im Hotel Fronveste eingekehrt. Es ergab sich eine herzliche Begrüßung, denn man hatte sich lange nicht mehr gesehen.
Zu Beginn der Führung wurden durch Mitarbeiter Hintergrund und Geschichte des Werks erklärt.
Im Anschluss wurden die Hallen begangen. Man konnte sich der Führung der Mitarbeiter anschließen, das Werk auch eigenständig erkunden.
Weitere Erinnerungsstücke …….
Zur Belohnung gab es gegen eine Spende für den örtlichen Eisenbahner Verein Bratwurst und Kaltgetränke….
Und eine Prise Sonnenschein
Nach der Rückkehr zum Hotel wurde auf die Fahrzeuge aufgesessen und anschließend ging es im dislozierten Mot-Marsch zum Gelände der ehemaligen Hainbergkaserne in Mellrichstadt. Diese beherbergte das Panzergrenadierbataillon 352, ausgerüstet mit dem Schützenpanzer „Marder“. In einem Gebäude der Kaserne unterhält der Kameradschafts- und Freundeskreis der Garnison Mellrichstadt e.V. (KFG) das „Dokumentationszentrum Hainbergkaserne-eine Grenzgarnison im kalten Krieg“. Das Gebäude wurde dem Verein durch die Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt.
Neben den Ausstellungsräumen im Gebäude ist im Keller ein atomsicherer Bunker zu besichtigen, außerhalb sind die im Laufe der Jahre stationierten Panzer ausgestellt. Informationen können auch unter www.pzgren352.de abgerufen werden.
Die Führung erfolgte in drei Gruppen durch sehr engagierte ehemalige Soldaten des Bataillons, die uns informativ durch die Ausstellung führten. Die Kaserne war die zur Zeit der Staatenteilung die am nächsten liegende Bundeswehrkaserne zur damaligen Zonengrenze innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Das Regiment hatte seinen Auftrag im Rahmen der „Vornewegverteidigung“ gegen mögliche Angriffe aus dem Osten.
Modell der Kaserne
Einsatz- und Taktikzentrale des Regimentskommandeurs im Originalraum und -zustand
Dienstzimmer des Regimentskommandeurs
Dienstzimmer eines NVA Kommandeurs
Im Atombunker
Außenausstellung
Schützenpanzer Marder
Abschlussbesprechung mit Getränkeausschank in der dortigen „Staffelbar“
Noch einmal ein Gruppenfoto für die Informationszeitung des Vereins. Anschließend ging es noch einmal im Mot-Marsch zum Skulpturenpark Deutsche Einheit.
Der Skulpturenpark befindet sich auf dem Todesstreifen der ehemaligen Zonengrenze zwischen BRD und DDR, zwischen Bayern und Thüringen, zwischen Mellrichstadt und Meiningen, am ehemaligen Grenzübergang Eußenhausen/Henneberg der Bundesstraße B 19. Er ist ein Denkmal für Einheit und Freiheit. Er ist eine Freilandausstellung von Kunstwerken aus Stahl, Glas und Holz, die an die Überwindung von Deutschlands Teilung von 1945 bis 1990 erinnert. Die Brücke über der Landesgrenze soll „innere Gräben“ überwinden.
Inschrift: „Bodenwellen-Minenfeld. Hier befand sich die Todeszone/Minenfeld. Die Bodenwellen stammen vom Minensuchgerät“.
Dank einer Spende unseres Kameraden Andreas Kupka konnte, wer wollte, mit einem Glas Rotwein auf die Wiedervereinigung anstoßen. Motto: Lieber Rotwein, statt Blut.
Den vorläufigen Abschluss dieses interessanten und lehrreichen Tages bildete das gemeinsame Essen in einem italienischen Restaurant in Meinigen.
Neben dem Essen und Trinken wurde sich über die Erlebnisse des Tages ausgetauscht, Themen diskutiert und persönliche Anekdoten ausgetauscht.
(Für Insider: Der Spiegel musste im Laufe des Abends weder abgenommen, noch umgedreht werden 😊)
Nach einem Rückmarsch durch das pittoreske nächtliche Meinigen ….
,,,,,, erfolgte die Einkehr in den Bankettsaal, wieder zum all abendlichen gute Nacht Trunk
Nachdem sich der morgentliche Frühnebel in die umliegenden Berge verzogen hatte…
…und einem herbstlichen Farbenvollrausch gewichen war….
..traf sich die Truppe zum letzten gemeinsamen Frühstück.
Zu guter Letzt hatte sich unser Hotelwirt bereiterklärt mit uns noch eine Führung durch das alte Knasthaus zu unternehmen.
Nach einem Kurzvortrag über die Historie des Gebäudes wurde die obere Etage mit den Zellen aufgesucht.
Hier konnten Kameraden auch ihre Sehnsüchte nach Einsamkeit und diversen Fesselspielchen erfüllen 😉 😉 😉
Am späten Vormittag war es dann Zeit für den Aufbruch. Nach einer intensiven Verabschiedung machten sich die Teilnehmer dann auf den Weg nach Hause. Von vielen Kameraden kam der Wunsch auf für ein zeitnahes Folgetreffen. Das ORGA-Team tut sein Bestes. Nochmal vielen Dank an alle. Es war ein sehr schönes Treffen.

Nochmal, weil es so ein schönes Bild ist…