24.-26.08.2018 Kaltensundheim Thüringen

Auftragslage:
Meldung über übermäßige Landbesitznahme im ehemaligen Grenzbereich BRD/DDR

Auftrag:
– Sendung eines Spähtrupps in das Gebiet zwecks Überprüfung der Lage
– Annäherung aus verschiedenen Richtungen in das Zielgebiet Kaltensundheim.
– Einquartierung: Landgasthof „Zur Guten Quelle“

Am 24.08.2018 bekamen wir den Auftrag, im ehemaligen Grenzbereich der BRD/DDR eine Landbesetzung zu untersuchen.

Auf den Weg machten sich:

Bernd Malkowski aus Hamburg
Harald Fischer aus Liebenburg
Andreas Kupka aus Kassel
Wolfgang Stock aus Aura
Eckhard Rimkus aus Waltrop

Im Laufe des Tages erreichten wir das Ziel. Kaltensundheim Thüringen.

Der Bezug der Zimmer wurde durch das Personal sehr freundlich durchgeführt.
Wolfgang, Andreas und meine Wenigkeit machten uns alsbald auf den Weg zur Grimmelbachliete-Hardt, eine Magerwiesengegend bei Kaltensundheim.

Bei der Umwanderung des kleinen Staubeckens kam es zu einer dramatischen Rettungsaktion.

Ein Schwalbenschwanz wurde durch eine akrobatische Meisterleistung unter Mithilfe eines abgebrochenen Zweiges von Andreas vor dem „Nassen Tod“ gerettet.

Zurück in der Unterkunft erholten wir uns in der schön gestalteten Gartenterrasse bei einem Kaltgetränk und warteten auf den Rest der Truppe.

Bernd und Harald trudelten dann auch ein und nach einer angemessenen Pause fuhren wir mit den Auto zum Ellenbogen.

Der Berg stellt einen besonderen Beobachtungspunkt dar, da er direkt im 3 Länder Eck Thüringen/Bayern /Hessen liegt. Vom Aussichtspunkt „Noah`s Segel“ hatten wir einen grandiosen Weitblick über die 3 Bundesländer.

Es konnte trotz intensivem Spähens keine Feindlage erkannt werden. Deshalb begaben wir uns vom Parkplatz an „Noahs Segel„ zu Fuß auf den Weg nach Frankenheim.

An der Frankenheimer Sporthalle fiel mir auf, dass die Halle zwar besetzt war, aber keinerlei Geräusch nach außen gelangte. Ich öffnete vorsichtig die Tür und betrat die Halle. Ein Mann schaute mich böse an und meinte, er sei „Kunstflieger“ und er bereite sich in der Halle auf ein Flugevent vor. Jeder Windzug durch geöffnete Türen könnte sein Flugsystem abstürzen lassen, verkündete er mir. Er gab dann aber sehr schnell Einzelheiten über Kniffe seines Hobbys zum Besten.

Sehr interressant,mit welcher Akriebie an diesen Modellen gearbeitet wird, um noch ein zehntel Gramm Gewicht zu sparen. Ich erinnerte mich an die draußen wartenden Kameraden und verabschiedete mich von dem freundlichen Mann. Von der Halle marschierten wir durch das Dorf zur Gastwirtschaft „Schweinebucht“.

Hier „spähten“ wir in südlicher Richtung und nahmen dabei ein leckeres Mittagessen zu uns, Kraftreserven für den Rückmarsch zum Parkplatz über die „Höhe 80“…..

…. ehe wir uns nach der Fahrt eine Erholungspause auf den Zimmern gönnten.

Nach ein paar Minuten Ruhe ging es zum Abendessen. Im Gaststättenbereich hatten am Nebentisch 3 Damen Platz genommen, die von unserem Spezialerkunder „Stöckche“ alsbald auf subtile Art und Weise über Auffälligkeiten im Spähgebiet ausgefragt wurden. Mit seinem oberfränkischen Charme gelang es ihm, Informationen über die Besetzung der “Hohen Geba“ zu erfahren.

Der Plan für morgen:
– Fahrt nach Meiningen.
– Erkundung der Stadt.
– anschließende Aufklärung der Besetzerszenerie.

Gute Nacht.

Beim Frühstück wurden dann noch die 3 Damen herzlichst verabschiedet und wir fuhren mit Wolfgang`s Auto nach Meiningen.

Es handelt sich im Kern um eine mittelalterliche Stadt (ab ca. 982)

Dahin sahen wir uns fast wieder verschlagen als wir diese Apparaturen an den Strassenrändern sahen

Aber eine schöne Stadt

In der Elisabethenburg besetzten wir die Kuppel,um weiterhin Ausschau zu halten. Im Ganzen gesehen war die Stadt Besetzerfrei.

Auf dem Rückweg zum Auto liefen uns tatsächlich noch einmal die 3 Damen über den Weg und berichteten von den Besetzern, die es tatsächlich auf der Hohen Geba gab. Stöcksche tauschte noch schnell die Adressen der Damen im Hinblick auf eine Belobigung für die evtl. Rettung der Republik und wir machten uns sofort auf den Weg zur Hohen Geba.

Dort angekommen konnten wir schon am Fuße des Plateaus eine größere Menschenansammlung ausmachen! Vorsichtig näherten wir uns dem Plateau, wohl wissend, dass in Zeiten des „Kalten Kriege“ das Plateau durch sowjetische Truppen besetzt war. Auf der Strasse bergauf stellten wir schnell an Hand der Kennzeichen der abgestellten Fahrzeuge fest, daß es sich eher um Menschen aus den westlichen (ganz westlichen) Gebieten Europas handelte. Im Gespräch mit den Menschen hatten wir den Eindruck, dass sie auf Grund der Abschmelzung der Polarregionen den Erhalt Ihres angeborenen Lebensbereiches durch Überflutung in Gefahr sahen.

Nun denn.

Dort ist weites Land und die paar Niederländer können wir auch noch aufnehmen. Die ehemaligen Gebäude der Sowjetsoldaten könnten auch renoviert und als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.
Noch ein letzter Rundumblick und dann zurück zur Unterkunft.

Da die 3 Damen bereits abgereist waren, verlief der Abend locker, aber doch etwas gedämpfter.

Nach dem Frühstück und dem Auschecken machte ich mich in geheimer Mission auf den Weg ins Rheinland ….

… und die 4 zurückgebliebenen Kameraden besuchten noch den Check Point Alpha, um dort nach dem Rechten zu sehen. Danach ging es für sie zurück in die Heimat.

Fazit:

– Keine Übernahme durch feindliche Mächte ausgemacht.

– Ein sehr schönes Wochenende in bester Gesellschaft in sehr schöner Landschaft.

Ein Erlebnisbericht von Eckhard